Moxibustion

Eine weitere Behandlungsmethode ist die Moxibustion. Hier wird den Akupunktur-Punkten Wärme zugeführt, indem die Therapeutin getrocknete Blätter von Artemisia vulgaris (Beifuss) abbrennt. Der Beifuss ist eine sowohl in Asien wie auch in Europa beheimatete Heilpflanze. 

Bei der direkten Moxibustion wird das glühende Heilkraut direkt auf den Akupunkturpunkt gelegt. Bei der indirekten Methode legt der Therapeut entweder eine ein bis zwei Millimeter dicke Scheibe frischen Ingwers als Isolator zwischen die Haut und das glühende Kraut oder er benutzt so genannte Moxazigarren: aus Beifuss-Blättern gedrehte Stangen, die ähnlich wie Zigarren abbrennen und so die Wärme an die Punkte abgeben. 

Eine weitere Methode ist die Übertragung der Wärme über Akupunktur-Nadeln (die sogenannte warme Nadel), indem am freien Ende einer speziell geformten Nadel ein Stück Moxa-Wolle befestigt und angezündet wird. Die Hitze wird von der Nadel in die Tiefe des Gewebes geleitet.