Arzneimittel

Chinesische Arzneimittel: Sicher und wiksam

Chinesische Arzneimittel beinhalten vor allem pflanzliche, aber auch mineralische und tierische Stoffe. Viele der Kräuter wachsen auch hierzulande in Gärten, auf Wiesen oder in den Bergen.

Die chinesische Arzneimitteltherapie ist in der Schweiz sehr sicher. Die auf chinesische Heilmittel spezialisierten Apotheken in der Schweiz lassen sämtliche importierten Substanzen auf Inhalte und Rückstände untersuchen. Von Schweizer Apotheken hergestellte und vertriebene chinesische Heilmittel unterliegen zudem der eidgenössischen Heilmittelkontrolle.

TCM-Arzneimittel sind nicht deshalb «chinesisch», weil ihre Inhaltsstoffe nur in China zu finden sind. Ein Chinesisches Arzneimittel ist «chinesisch», weil es nach ganz spezifischen Eigenschaften klassifiziert ist: Dazu gehören der Geschmack, die Temperatur und der Leitbahneneintritt. Auf Grund dieser Eigenschaften ordnet die Traditionelle Chinesische Medizin den Arzneimitteln bestimmte Funktionen zu.

Anwendungen: individuell, sanft, wirksam

Obwohl die Arzneimitteltherapie in der Schweiz noch nicht die Popularität der Akupunktur erreicht hat und oft als sekundär angesehen wird, stellt sie im modernen China den bedeutendsten Zweig der Traditionellen Chinesischen Medizin dar. Seit Jahrhunderten werden die Wirkungen der eingesetzten Arzneien beobachtet und das Wirkspektrum beschrieben. Unzählige Kombinationsmöglichkeiten eröffnen dem Therapeuten äusserst gezielte Behandlungen für den jeweiligen Patienten.Besonders wirksam sind chinesische Arzneien im Bereich der Stresstoleranz und bei Schlafproblemen, aber auch bei akuten sowie bei chronischen Leiden. Die Therapie mit Arzneimitteln geschieht oft zusammen mit anderen TCM-Therapien. In der Kombination mit anderen TCM-Methoden entstehen äusserst vielfältige und wirksame Einsatzmöglichkeiten. Weitere Anwendungsmöglichkeiten sind in der Indikationenliste zu finden.

Westliche Arzneimitteltherapie nach TCM

Da auch in Europa ein grosser einheimischer Pflanzenreichtum zur Verfügung steht, werden nun vermehrt auch westliche Pflanzen gemäss chinesischer Terminologie eingeteilt; die Pflanzen werden als traditionelle Teerezeptur oder in Tinkturform aufbereitet und der individuellen Diagnose entsprechend verabreicht.

Das Geheimnis der Mischung

Die Auswahl der Mittel findet auf Grund der Eigenschaften der Arzneimittel, gemäss den traditionellen Verschreibungsregeln und den individuellen therapeutischen Bedürfnissen des Patienten statt. Die rund 400 häufig verwendeten Chinesischen Arzneimittel werden dem Patienten in den allermeisten Fällen als komplexe Multikomponenten-Rezepturen verschrieben.

Rezepturen setzen sich aus Herrscher-, Minister-, Assistenten- und Botensubstanzen zusammen. Jeder dieser Arzneimittel-Typen hat in der Gesamtheit der Rezeptur eine ganz spezielle Funktion. Die Arzneimittel werden untereinander fein abgestimmt, so dass die Mischung möglichst ausgewogen und den komplexen Umständen der Krankheit des individuellen Patienten angepasst ist.

Im alten China wurden Kräuter als Dekokte zubereitet, das heisst als täglich frisch gekochter Tee, oder, wenn es sich um Tonika (Stärkungsmittel) handelte, in Alkohol eingelegt oder mit Honig zu Pillen verarbeitet.

In der Schweiz kommen heute vorwiegend das Dekokt sowie moderne Verabreichungsformen zum Einsatz: Granulat- Extrakte, Tabletten und Wasser- oder Alkoholauszüge. Oft wird die Chinesische Arzneimitteltherapie mit der Akupunktur kombiniert.

 

Phyto West nach TCM, Westliche Arzneimittel nach dem Prinzip TCM

Die Phyto West nach TCM verwendet das klassisch westliche Heilkräutersortiment, also Arz-neimittel die seit langem in unseren Apotheken und Drogerien angeboten werden. Die Ver-schreibung wird nach den fast gleichen Prinzipien wie die der Chinesische Arzneimitteltherapie durchgeführt. Bereits Galen, Dioskurides, Hippokrates und viele weitere bis in die heutige Zeit. Arzneimittelkundige haben die Heilpflanzen des westlichen Sortiments über Geschmack oder Thermik und weitere Wirkungen auch energetisch (zB. Hager Monografien) beschrieben, welche klare Parallelen zu den chinesischen Arzneimittelbeschreibungen aufweisen.

Der Klappentext des Buches „Was ist Medizin" von Paul Unschuld macht die Verbindung deut-lich: „Dieses Buch schildert die faszinierende Entwicklung medizinischen Denkens in West und Ost. Es zeigt erstmals durchgehend für beide Kulturkreise die enge Bindung heilkundlichen Denkens an die gesellschaftlichen und ökonomischen Lebensbedingungen der Menschen. Überraschend ist eine weitgehende kulturübergreifende Parallelität der Traditionen." 

Die Rückbesinnung auf traditionelle östliche, wie westliche Wurzeln im naturheilkundlichen Bereich hat sich nun seit mehreren Jahrzehnten bewährt. Die Therapie mit Phyto West nach TCM bietet eine sichere Therapieform, da die Heilpflanzen nach westlich-wissenschaftlichen Kriterien auf Herkunft, Verunreinigung, Toxizität, Nebenwirkungen und Unbedenklichkeit über-prüft sind und die Wirkungen an Menschen des westlichen Kulturkreises beobachtet wurden. Die ökologische und wirtschaftliche Wertschätzung des eigenen Bodens und der heimischen Pflanzen gewinnen an nachhaltiger Bedeutung.